Ev.-Luth. Kirchgemeinde Waldkirchen/Erzgeb.
Ev.-Luth. Kirchgemeinde Waldkirchen, Börnichener Str. 3, 09579 Grünhainichen / OT Waldkirchen
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Liebe Gemeinde,
Advent
riecht
nach
Plätzchen
und
Tannengrün
und
Räucherkerzchen,
beim
gemütlichen
Zusammensein
im
Kerzenschein
und
beim
Singen
der
vertrauten
Lieder, nach Frieden und Freude.
Und
doch
fühlt
sich
der
Advent
gleichzeitig
an
wie
ein
Wettlauf:
Termine,
Erwartungen, „man müsste noch …“.
Sehnsucht und Hast.
Advent heißt Ankunft.
Wir
werden
beschenkt
mit
vier
Wochen
der
Vorbereitung,
äußerlich
und
innerlich.
Traditionell
ist
der
Advent
eine
Fastenzeit:
nicht
als
Diät,
sondern
als
Übung
des
Weglassens,
damit
Raum
entsteht
für
das,
was
wirklich
trägt.
Wir
räumen
auf, Haus und Herz, damit der, der kommt, Platz findet.
Wie
könnte
das
aussehen?
Vielleicht
heißt
das
in
diesem
Jahr:
eine
Sache
weniger,
einen
stillen
Moment
mehr.
Eine
Kerze
anzünden.
Durchatmen.
Jemanden
anrufen.
Ein
„Verzeih“
wagen.
Eine
Karte
schreiben.
Die
Bibel
aufschlagen. Einen alten Knoten lösen. Nicht alles füllen – Raum lassen.
Und
was
geschieht
in
diesem
Raum?
Wer
sich
unterbrechen
lässt,
merkt:
Die
Stille
ist
nicht
leer.
Sie
wird
zur
erwartenden
Stille.
In
ihr
wird
aus
„Ich
muss“
ein
„Sprich,
Herr“.
Gott
nutzt
solche
Stille,
er
unterbricht
unser
Getriebe,
er
ordnet
unser
Inneres,
er
schenkt
Frieden,
wo
es
unruhig
ist.
Er
kommt
nicht
erst, wenn wir perfekt sind, sondern gerade in unser Unvollkommenes hinein.
Am
Ziel
dieses
Wartens
steht
die
großartige
Nachricht:
„Euch
ist
heute
der
Heiland
geboren:
Christus,
der
Herr.“
(Lk
2,11)
Mehr
braucht
es
nicht,
um
die
vielen
To-dos
neu
zu
ordnen.
Gott
kommt
uns
nahe,
mitten
hinein
in
unseren
Alltag. Er bringt Frieden, trägt mit, macht neu.
So
sagt
es
auch
die
Jahreslosung
2026:
Gott
spricht:
Siehe,
ich
mache
alles
neu!
(Offb
21,5).
Gott
flickt
nicht
nur
notdürftig,
bis
es
wieder
zerbricht.
Er
schafft
neues,
auch
in
uns.
Wer
sich
ihm
anvertraut,
der
Liebe
der
Krippe
und
der
Hingabe
des
Kreuzes,
kann
diese
Erneuerung
erleben:
nicht
erst
an
der
Krippe,
sondern
schon
auf
dem
Weg
dorthin,
wenn
wir
uns
von
ihm
unterbrechen und führen lassen.
So
wünsche
ich
Ihnen
einen
Advent
mit
Freiraum,
den
Gott
füllen
wird,
gesegnete
Weihnachten
und
ein
behütetes
neues
Jahr,
nicht
in
der
Resignation
„Es
bleibt
doch
alles
beim
Alten“,
sondern
in
der
starken
Erwartung:
Gott
wendet sich uns in Liebe zu, er will und er kann alles neu machen.
Ihr Pfr. Jens Meyer